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Gottscheer Relief Association, New York

History of Gottschee ( Deutsch )

Im Jahre 1247 belehnt Patriarch Berthold von Aquileja die Ortenburger, ein Kärntner Grafengeschlecht, mit einem größeren Lehen in Krain, heute Slowenien, welches das spätere Siedlungsgebiet der Gottscheer einschließt.  Zu Anfang des 14. Jahrhunderts kommen Kolonisten aus den Besitzungen der Ortenburger und erschließen das von den Flußtälern der abranka, Kulpa und Gurk begrenzte Hochland.  Eine Urkunde vom Jahre 1363 nennt eine Pfarrstelle in der neuen Siedlung "Gotsche"; damit scheint der Name der späteren Sprachinsel und deren Hauptort, heute Koevje genannt, zum erstenmal auf.  Im Jahre 1471 verleiht Kaiser Friedrich III dem Hauptort das Stadtrecht mit einem Stadtwappen.

Im südlichen Grenzgebiet des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gelegen, fällt die Siedlung wiederholt den Türkeneinfällen des 15. und des 16. Jahrhunderts zum Opfer, was schwere Verluste an Menschenleben und Zerstörung der Ortschaften mit sich bringt.  Weitere Opfer fordert die Cholera.  Willkür und Gier häufig wechselnder Inhaber und Verwalter der Pfandherrschaft Gottschee führen um 1515 zu einem Bauernaufstand, der sich von hier über Krain und andere Provinzen des Reiches ausbreitet. 

Im Jahre 1492 erläßt Kaiser Friedrich III das "Hausierpatent", das den Gottscheern den Wanderhandel in andere Provinzen des Kaiserreiches erlaubt; eine Einnahmsquelle, von der sie bis in die jüngere Zeit heran Gebrauch machen.

Graf Wolf Engelbrecht von Auersperg erwirbt 1641 die Herrschaft Gottschee.  Das Haus Auersperg, österreichischer Uradel, wird 1791 in den Herzogstand erhoben und Gottschee wird Herzogtum.

Von 1809 bis 1815 besetzt Napoleon Gottschee.

In der Abgeschlossenheit ihres Hochlandes bleibt den Gottscheern vieles vom Erbgut der ursprünglichen Siedler erhalten.  Ihre Sprache behält mittelalterliche Eigenheiten und zählt heute zu den ältesten Dialekten im deutschen Sprachraum.

Europas Bevölkerungsexplosion im 19. Jahrhundert macht auch vor Gottschee nicht halt; um 1880 erreicht die Sprachinsel eine Bevölkerungszahl von 26,000.  Das Jahr 1918 bringt eine schicksalsschwere Wendung:  mit der Auflösung der österreichischen Monarchie kommt Gottschee an den neugegründeten Staat Jugoslawien.  Auf Grund eines Vertrages zwischen dem Deutschen Reich und Italien werden im Spätherbst 1941 über 11,000 Gottscheer in die damalige Untersteiermark umgesiedelt.  Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges werden sie "staatenlos" und heimatlos.

Seit dem späten 19. Jahrhundert haben sich Tausende Gottscheer in nordamerikanischen Städten wie New York und Cleveland, Ohio, niedergelassen.  Im Mai 1945 beginnt unter ihnen eine großangelegte Hilfsaktion zugunsten der zu Flüchtlingen gewordenen Landsleute in Europa. 

Heute findet man Gottscheer über viele Länder verstreut.  Die größte Zahl hat sich in den Vereinigten Staaten seßhaft gemacht, kleinere Gruppen leben in Kanada, in Österreich und in Deutschland.

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